Baukultur ist Alltagskultur

Aufgrund der Endlichkeit von Rohölreserven und steigender Energie-kosten kommt dem Wohnen in städtischen und stadtnahen Quartieren mit energieeffizienter Planung immer mehr Bedeutung zu.
Diese Erkenntnis sowie die Anforderungen flexiblen und familien-gerechten Wohnens liegen der Entwicklung unserer Wohnbauprojekte zugrunde. Bei aller Berechtigung der breit geführten öffentlichen Diskussion über energiebewusstes Bauen sollte jedoch die Baukultur
als solche nicht vergessen werden. Ganze Siedlungen und Stadtteile werden ohne das Zutun von Architekten völlig ausdruckslos aus dem Boden gestampft. Mit der Folge, dass ausgerechnet im Land des Bauhauses unsere Städte und Dörfer immer mehr veröden.
Es geht also darum, an unsere großen Wohnbautraditionen anzuknüpfen, den Faden wieder aufzunehmen und Ästhetik, Tradition und technischen Fortschritt zu versöhnen. Will man zudem den Anspruch auf Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit ernst nehmen, müssen die Grundrisse möglichst nutzerneutral und flexibel sein. Dem erhöhten Anteil der älteren Menschen wird man durch barrierefreies Bauen gerecht.
Die Architektur sollte frei von kurzlebigen modischen Attributen sein.